West Nil Fieber
Es ist viele Jahre lang gut gegangen: Das West-Nil-Fieber wurde bisher v. A. im Nordosten von Deutschland nachgewiesen und hat unsere Region verschont. 2024 gab es nun in der Nähe drei offiziell nachgewiesene Fälle von WNV-Infektionen mit den entsprechenden neurologischen Verläufen. Da es ähnlich wie bei der Erkrankung mit Herpes beim Pferd keine kausale Therapie gibt, empfiehlt die ständige Impfstoffkommission für die Veterinärmedizin (StiKoVet) aktuell für Deutschland die Impfung in gefährdeten Gebieten.
Dem schließen wir uns an. Die Impfung wird zweimal im Abstand von vier Wochen als Grundimmunisierung durchgeführt und danach jährlich wiederholt. Sie kann laut Hersteller mit anderen Impfungen kombiniert werden und ist in der Regel gut verträglich.
Zahnbehandlungen für Pferde
Die zahnmedizinische Betreuung unserer Patienten ist schon immer das wichtigste Thema in unserer Praxis. Wir sind aktuell in der komfortablen Situation, dass sechs unserer Tierärztinnen und Tierärzte in Zahnmedizin für Pferde ausgebildet sind. Das gibt uns die Möglichkeit, unser Praxisgebiet für Zahnbehandlungen wieder zu erweitern. Dazu gehören im Westen die Pfalz, im Norden der Bereich um Darmstadt und im Süden die Neckarregion.
Neue Chirurgin
Mit Frau Dr. Miranda Abrahams ist seit diesem Jahr eine erfahrene Chirurgin zu unserem Team gestoßen. Ihre chirurgische Ausbildung und Erfahrungen hat sie u. A. in den USA und Kanada gemacht. Somit sind wir in der Lage, bestimmte Operationen selbst durchzuführen. Das ist je nach Fall entweder bei Ihnen im Stall oder auch stationär möglich.
Stoßwellengerät
Unsere Praxis verfügt über ein hochwertiges, mobiles Stoßwellengerät. Die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten sind u. A. bei Verletzungen von Sehnen und Bandstrukturen (z. B. Fesselträgerursprung), bei knöchernen Zubildungen (Exostosen) und Rückenproblemen. Der Einsatz ist denkbar unkompliziert und wird von den meisten Pferden gut toleriert. In manchen Fällen ist lediglich eine leichte Sedierung nötig. Vielleicht kann damit dem einen oder anderen Pferd oder Besitzer die Fahrt in eine Klinik erspart bleiben.
Eigenes Labor
Um die diagnostische Betreuung unserer vierbeinigen Patienten nochmals zu verbessern, haben wir unser eigenes Blutlabor eingerichtet. Damit ist es unseren Tierärztinnen möglich, sich innerhalb weniger Minuten oder Stunden einen Überblick über den labortechnischen Gesundheitszustand zu verschaffen. Das hilft uns insbesondere bei hochakuten Fällen wie bei Pferden mit Kolik und hohem Fieber und festliegenden Patienten.
Auch ein Krankheitsverlauf kann damit sicherer überwacht werden. Für Spezialuntersuchungen arbeiten wir weiterhin mit dem Fremdlabor Laboklin zusammen.
Gastroskop
Aufgrund der häufigen Fälle von Magenproblemen bei unseren Patienten haben wir uns dazu entschlossen, ein Gastroskop anzuschaffen. Hauptansprechpartnerin ist die Kollegin Joon Stanton, die parallel ebenfalls als Tierärztin an der Universität Gießen arbeitet.
Grundvoraussetzung für eine gute Qualität der Untersuchung ist, dass der Patient nüchtern ist. Dazu gehört ein Futterentzug über 12 Stunden. Ein Maulkorb kann bei Bedarf über die Praxis ausgeliehen werden. Weitere Einzelheiten teilen wir Ihnen gerne mit.
Typische Symptome einer Magenerkrankung beim Pferd sind unter anderem:
- Koliken ohne erkennbare Ursache, manchmal wiederkehrend
- Abmagern und Inappetenz
- Probleme beim Satteln, Anziehen des Sattelgurtes und Reiten
- Empfindlich beim Putzen am Bauch
- Hochgezogene und feste Bauchdecke
- Unmutsäußerungen beim Fressen, v. A. bei Kraftfutter
- Gähnen, Flehmen, Koppen
- Kotwasser
- Insgesamt gestörtes Allgemeinbefinden
Die Terminvergabe findet wie üblich über das Büro unter der Rufnummer 06253 – 94 76 137 statt.